Werkverzeichnis

Die vergessene Blume (2001) für Sopran und Blumentopf

Kommentar der Komponistin:
In meiner ersten Kompositionsstunde bekam ich die Aufgabe, mir eine kleine Geschichte zu überlegen, in der es einem Lebewesen oder Gegenstand zuerst gut geht, dann schlecht und zum Schluss wieder gut. Ich überlegte mir also zu Hause folgende Geschichte:
Ein Junge und eine Blume sind befreundet und der Junge gießt seine geliebte Blume jeden Tag - bis er mit seiner Familie in den Urlaub fährt. Nun ist die Blume plötzlich alleine und dem Verdursten nahe. Als der Junge zurückkommt, bekommt er einen riesigen Schreck, als er seine Blume sieht, doch er kann sie rechtzeitig wieder gießen, bevor sie vertrocknet.
Zu dieser Geschichte entstand dann mein Erstlingswerk. Dass das Schlaginstrument ein Blumentopf sein sollte, entschied ich erst ganz zum Schluss. Daraufhin fuhr mein Kompositionslehrer mit mir zu einem Baumarkt und ich suchte mir (zum Erstaunen der zusehenden Verkäufer) den Blumentopf aus, der am besten klang. Dieser ist fast halb so groß wie ich damals und wurde für die Uraufführung in der Akademie (2001) wie eine Glocke aufgehängt. Eine weitere Aufführung fand zum Anlass des 15. Jubiläums der Kompositionsklasse statt.

Die vergessene Blume anhören:

Die Gefühle (2002) Suite für Klarinette, Gitarre und Percussion

Triosonate (2003/04) für Sopranino-Blockflöte, Violine und Violoncello (5 Sätze)

Zum Gedenken an Margret (2005) für Alt-Blockflöte und zwei Violinen

Kommentar der Komponistin:
Dieses Stück schrieb ich kurz nach dem Tod von meiner Großmutter und unterbrach dafür kurz die Arbeit an meinem Streichquartett.
Die Uraufführung fand im Rahmen des Konzertes zum 15. Geburtstag der Kompositionsklasse statt. Eine weitere Aufführung gab es am 24.09.2009 im Rahmen des Doppelportrait-Konzerts mit Stücken von Johannes Fritsch und mir.

Zum Gedenken an Margret anhören:

Streichquartett (2005)

Uraufführung am 24.09.2009 im Rahmen des Doppelportrait-Konzerts mit Jakobine Eisenach und Johannes Fritsch, dessen Enkelschülerin sie ist

Streichquartett anhören:

Klavierquartett (2005/06) für zwei Violinen, Violoncello und Klavier

Kommentar der Komponistin:
Dieses Stück wurde dreimal „uraufgeführt". Wie es dazu kam, ist eine etwas längere Geschichte. Im Rahmen der Städtepartnerschaft von Darmstadt und Trondheim (Norwegen) habe ich das Klavierquartett für Schüler der Trondheimer Musikschule geschrieben. Diese kamen 2006 extra nach Darmstadt, um das Stück zu spielen, und zwar im Innenhof des Schlosses.
Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass zur gleichen Zeit auf der anderen Seite des Hofes ein WM-Fußballspiel auf Leinwand ausgestrahlt wurde. Es schien für Deutschland recht gut zu laufen, denn die Fans waren ständig am Grölen und die Aufführung konnte man dabei vergessen. Wir beschlossen deshalb, das Ende des Fußballspiels abzuwarten. Doch das Spiel war nicht zur erwarteten Zeit zu Ende. Nach der zweiten Halbzeit gab es Verlängerung. Nach der Verlängerung gab es Elfmeterschießen. Nach dem Elfmeterschießen waren auch die letzten potentiellen Zuhörer des Konzerts wieder gegangen...
Notgedrungen ließen wir die Aufführung ausfallen. Immerhin war für den nächsten Tag noch eine weitere geplant. Diese war an einem anderen Ort und fand auch wirklich statt, aber sie war ebenfalls im Freien und die Akustik war sehr schlecht. Mein Kompositionslehrer meinte daraufhin, dass diese „erste Uraufführung" nicht zähle, sondern stattdessen das Konzert, was die Trondheimer Jugendlichen in ihrer eigenen Stadt (und in einem Konzertsaal) halten würden, die „richtige" sein sollte. Zu dieser „zweiten Uraufführung" flog meine damalige Kompositionsklasse im Gegenzug nach Norwegen.
Ein paar Monate später kamen die Trondheimer Musikschüler ein zweites Mal nach Darmstadt, um beim Jubiläumskonzert der Kompositionsklasse in der Akademie zu spielen. Bei diesem Konzert war das Klavierquartett im Programmheft fälschlicher Weise als Uraufführung vermerkt und wurde so zum dritten Mal „uraufgeführt".

Gitarrenduo (2006) 

The Beggar (2007/08) für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Harfe, Sopran, Violine, Viola und Violoncello

Uraufführung am 24.09.2009 im Rahmen des Doppelportrait-Konzerts mit Jakobine Eisenach und Johannes Fritsch, dessen Enkelschülerin sie ist 

Kommentar der Komponistin:
Dieses Stück schrieb ich zu meiner gleichnamigen, englischen Kurzgeschichte. Außerdem sollte ich mich nach meinen bisherigen eher „sparsamen" Kompositionen nun einmal an Opulenz üben. Dafür hielt ich die Vertonung dieser Geschichte für geeignet. In dieser geht es darum, dass ein Mädchen von einem Obdachlosen bestohlen wird, ihn aber letztendlich vor dem Erfrieren während eines Schneesturms bewahrt. Jedes Instrument spielt dabei eine bestimmte Rolle, sei es eine Person, ein Ort oder eine Stimmung.

The Beggar anhören:

Miniatur (2008) für Klavier, Violine und Violoncello

Obaria (2008) für Oboe und Klavier

Kommentar der Komponistin:
Dieses kleine Stück entstand zu dem Modell einer Arie aus Verdis „La Traviata". Ich habe mich dabei vor allem an seinem Aufbau und den verschiedenen Arten der Begleitung orientiert, ohne aber Verdis Stil in zum Beispiel der Melodieführung zu imitieren. „Obaria" hebt sich stark von meinen anderen Kompositionen ab, da es bei Weitem das tonalste ist und ich ohne das Modell weder eine so gleichmäßige Begleitung noch so viele Wiederholungen verwendet hätte.

Der Prinz von Jemen (2009/10)

Die Oper "Der Prinz von Jemen" wurde von Cord Meijerings Kompositionsklasse nach dem Libretto von Alexander Gruber komponiert und wird 2011 vom Staatstheater Darmstadt aufgeführt. Die Handlung basiert auf einem türkischen Märchen.

Ledley's Memory (2010) für Flöte, Horn, Basshorn, Pauke, Snare Drum, Vibraphon, Harfe und Streichorchester