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Herzlich willkommen auf der Website der jungen Komponistin Jakobine Eisenach. Hier erfahren Sie näheres zu ihren Werken und zu ihrer Person. Viel Spaß beim Betrachten der Website und vielen Dank für Ihr Interesse!

Aktuelles

Der Prinz von Jemen - Premiere am 9. April 2011, Großes Haus

Die Oper "Der Prinz von Jemen" wurde von Cord Meijerings Kompositionsklasse nach dem Libretto von Alexander Gruber komponiert und wird 2011 vom Staatstheater Darmstadt aufgeführt. Die Handlung basiert auf einem türkischen Märchen.

Artikel aus dem Darmstädter Echo vom 26.09.2009:

Musik hinterm Schweigen

Porträt-Konzert: Darmstädter Akademie für Tonkunst würdigt Schülerin und Ex-Dozenten

DARMSTADT. Als Jakobine Eisenach vor knapp zehn Jahren zum ersten Mal an der Kompositionsklasse für Kinder und Jugendliche teilnehmen wollte, stellte Cord Meijering ihr eine klare Bedingung: Wenn sie etwas nicht verstünde, solle sie keine Fragen stellen und einfach weiter zuhören. Die damals Achtjährige hielt sich eisern daran: Ihre erste Wortmeldung ließ genau zwei Monate auf sich warten. Auch dann formulierte sie allerdings keine Frage, sondern begann mit den anderen Teilnehmern auf Augenhöhe zu diskutieren. Seitdem hat sie kaum eine Stunde versäumt und fast jedesmal eine neue Komposition mitgebracht, erinnert sich der Leiter der Akademie für Tonkunst, der seine Schülerin bei dem Jakobine Eisenach und Johannes G. Fritsch gewidmeten Doppelporträtabend am Donnerstag vorstellte.

Mit einer tieftraurigen Flötenweise beginnt ihre aus dem Jahr 2005 stammende Komposition „Zum Gedenken an Magret", die Jakobine Eisenach nach dem Tod ihrer Großmutter schrieb. Eingerahmt von hohen Streicherklängen, entwickelt die schlichte Melodie eine starke emotionale Wirkung, die den Zuhörer unmittelbar berührt. Ein melancholisch gefärbter Blick auf die vergängliche Schönheit des Lebens scheint auch aus ihrem 2005 geschriebenen Streichquartett zu sprechen.

Auf einer von Jakobine Eisenach selbst auf Englisch verfassten Kurzgeschichte basiert die im Jahr 2008 fertiggestellte Komposition „The Beggar", die von der Begegnung eines jungen Mädchens mit einem Bettler im Park erzählt. Konsequent verzichtet die Komponistin in dem für Sopran und zahlreiche Solo-Instrumente geschriebenen Stück darauf, ihre Texte zu zitieren, sondern transportiert den emotionalen Gehalt in reiner Klangsprache, ohne Worte zu benutzen.

Der Akademie für Tonkunst bis 1984 als Dozent verbunden war der 1941 geborene Johannes G. Fritsch, der aufgrund einer schweren Erkrankung anders als geplant nicht an dem Doppelporträtabend teilnehmen konnte. Kennzeichnend für seine hochdifferenzierte Kammermusik ist der sensible Umgang mit Obertönen und feinen Klangspektren. Das genaue Aufeinander-Hören der Musiker stand bei seiner für Bambusflöten- und Schlagzeugensemble geschriebenen Komposition „Play VII" im Mittelpunkt.

Mit kleinsten Changierungen spielend, bezog das Stück seinen Reiz aus den unterschiedlichen Stimmungen der im Unisono spielenden Flöten. Auf der Idee, aus fünf Musikern ein komplettes Instrument zu kreieren, beruhte seine Komposition „Quintett" für Altflöte, Bassklarinette, Viola, Violoncello und Klavier aus dem Jahr 2003. In eindringlichem Wechselspiel aus Impulsen und Nachhalleffekten verschmolzen die Instrumente zu einer an einen lebendigen Organismus erinnernden Einheit.

Silvia Adler, 26.09.09